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Editorial PD III / 2016

Wiederbelebungsmaßnahmen

Seit die Digitalfotografie auf breiter Front Einzug in den Alltag der meisten Hobbyfotografen gehalten hat, ist vielen früher gern benutzten Kameras und Objektiven ein Dasein in Schränken und Schubladen beschieden – allenfalls finden sie noch den Weg in die Vitrine. Es ist ja auch zu bequem und praktisch, sich die Annehmlichkeiten des modernen Aufnahmeverfahrens zunutze zu machen, allen voran die sofortige Verfügbarkeit und Kontrolle über das Aufnahmeergebnis, das Ersparen der Wege zum Fotohändler oder Labor, Wegfall der Parkplatzsuche, nicht zuletzt die Ersparnis von Materialkosten. Doch das eine muß das andere nicht ausschließen – warum nicht die Vorzüge und den Spaß beider Welten miteinander kombinieren? Ich meine damit nicht den hybriden Weg, d.h. das analoge Fotografieren gepaart mit der digitalen Weiterverarbeitung, die auch ihren Reiz und ihre Berechtigung hat. Hier soll es um die Weiterverwendung von Objektiven aus analogen Zeiten an modernen Digitalkameras gehen, die für viele Anwender neue Möglichkeiten bietet, seit Adaptionen alle nur denkbaren Optionen eröffnen. War es auch in früheren Zeiten schon in gewissen Grenzen und mit Einschränkungen möglich, beispielsweise ein Leica M39-Objektiv an einer M-Leica oder ein M42-Objektiv an einer Minolta SRT zu verwenden oder ein Gehäuse mit Pentax K-Bajonett mit einem Pentax 6x7-Objektiv zu bestücken – alles mit Adaptern des jeweiligen Kameraherstellers, so haben seit einigen Jahren die chinesischen und andere fernöstliche Anbieter diesen Markt komplett aufgemischt. Aus deren unzähligen (Hinterhof)Fabriken kommen Objektivadapter in einer schier unglaublichen Bandbreite, die auch die exotischsten Kombinationen abdecken. Dies obendrein zu Spottpreisen, bei denen man sich nur die Augen reiben kann und sich fragt, wie das selbst bei dem bekannt niedrigen Lohnniveau in Fernost möglich ist. Zugegeben: darunter sind durchaus Exemplare, die man im wahrsten Sinne des Wortes als Wackelkandidat bezeichnen darf, aber auch solche, die zu Preisen von 15 oder 20 Euro mit einer beachtlichen Fertigungsqualität aufwarten. Wer es erstklassig haben möchte, greift zu Adaptern aus der Qualitätsschmiede Novoflex, wenn er bereit ist, entsprechend tief in die Tasche zu greifen. Wie auch immer: all diese Adapter erlauben unzähligen Objektiven, die sonst ungenutzt und unbeachtet herumliegen würden, ein neues Leben sowohl an analogen als auch digitalen Kameras. Während das Auflagemaß der Kamera und der ausgeleuchtete Bildkreis des Objektivs in einigen Konstellantionen einschränkende Faktoren waren, schufen die bereits vor einigen Jahren aufkommenden Digitalkameras mit APS-C- und MFT (Micro four Thirds)-Sensor, erst recht aber die spiegellosen Systemkameras à la Fuji-X, Leica T, Olympus Pen, Samsung NX und Sony Nex/Alpha sowie weitere Modelle von Canon, Nikon und Panasonic neue Tatsachen. An deren als Folge des fehlenden Spiegels besonders flachgebauten Gehäusen läßt sich praktisch alles adaptieren, wofür es serienmäßige oder selbstgebastelte Adapter gibt. Hubert E. Heckmann stellt in dieser Ausgabe die ausgefallene Adaption eines Minox 35-Objektivs an eine Panasonic G5 vor, der Engländer Bill Salkeld, schon in analogen Zeiten überzeugter und langjähriger Adapter-Fan, beschreibt eine Vielzahl von Anpassungen, und ein weiterer Beitrag von mir greift noch einmal die Pentax 6x7 aus dem analogen Mittelformat auf, an die sich ebenfalls so einiges adaptieren läßt. Sollten Sie die Beträge zu Wiederbelebungsmaßnahmen ungenutzter Objektive inspirieren, wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei.

Herzlichst Ihr
Rudolf Hillebrand


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